Gleichstellung Aargau unterstützt Aktionen im Rahmen von „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“.

Darum geht es:

Femizide weltweit und in der Schweiz – dringender Handlungsbedarf bei Gleichstellung

Weltweit wird nach UN-Schätzungen alle zehn Minuten eine Frau oder ein Mädchen von einem Partner oder Familienmitglied getötet. 2024 starben insgesamt rund 83.000 Frauen durch vorsätzliche Tötung, davon etwa 60 % im familiären oder partnerschaftlichen Umfeld. Besonders betroffen sind afrikanische Länder, gefolgt von Süd- und Nordamerika. Auch in Asien und Europa kommen Femizide vor, wenn auch im Verhältnis zur Bevölkerung deutlich seltener. Die UN betonen, dass Gewalt gegen Frauen ein Symptom tief verwurzelter Ungleichheit ist und dass der Weg zu echter Gleichstellung weltweit noch lang ist.

Situation in der Schweiz: In der Schweiz wurden 2024 etwa 22 Femizide registriert. Im Jahr 2025 ereigneten sich die Taten im Durchschnitt alle zwei Wochen. Experten weisen darauf hin, dass das Ausmass häufig unterschätzt wird, da es keine systematische Erfassung geschlechtsspezifischer Tötungsdelikte gibt. Frauen- und Menschenrechtsorganisationen fordern deshalb bessere Prävention, effektiven Opferschutz und eine geschlechtersensible Kriminalstatistik, um die Problematik sichtbar zu machen und konsequent dagegen vorzugehen. Der Bericht zeigt deutlich: Ohne strukturelle Reformen und gezielte Maßnahmen zur Gleichstellung bleibt das Risiko tödlicher Gewalt gegen Frauen hoch.

Quellen:
One woman killed every 10 minutes: The harrowing global reality of femicide | The United Nations Office at Geneva
Femizide: UNO veröffentlicht Zahlen anlässlich des internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen – News – SRF
Bild: Home – 16 Tage gegen Gewalt an Frauen